Kurz vor Weihnachten waren wir im Seniorenheim in Niederbayern zu Gast. Die Bewohnerinnen und Bewohner saßen gemütlich an den Tischen, als Clown Mimi und Moritz hereinschneiten – natürlich mit
einer wichtigen Botschaft: „Es ist Weihnachten! Zeit für ein Krippenspiel!“
„Wer gehört denn alles dazu?“ fragte Mimi. Stück für Stück kamen die Erinnerungen zurück: Maria, Josef, die Hirten, die Schafe, Ochs und Esel – und das Jesuskind. Munter wurden die Rollen
verteilt: Maria bekam einen Umhang, Josef einen Hut, und das Jesuskind einen Heiligenschein. Als Mimi fragte:"Und Du, bist Du der Esel?" gab es zur Antwort ein herzlich lachendes Nicken. "Ja
genau, i bin der Esel". Sogar eine kleine Schafherde samt schwarzem Schaf war bereit. Ein Besucher übernahm musikalisch die Begleitung auf dem Akkordeon.
Dann ging es los. Kurze, einfache Sätze erzählten die Weihnachtsgeschichte, und die Bewohnerinnen und Bewohner übernahmen immer wieder ihre Rollen. Josef klopfte mit Moritz an die Tür der
Herberge:
„Hast du ein Zimmer für uns? Uns ist kalt!“
„Naaa – hier is nix mehr frei! Geht’s raus zum Stall!“
Schließlich wurde das Kind geboren – ein herzliches Lachen des „Jesuskindes“ erfüllt den Raum. Dann fragt Moritz neugierig Maria: „Du, Maria, wie soll denn das Kind heißen?“ Unsere Maria –
gespielt von Therese – denkt kurz nach, schaut uns alle ernst an und sagt:
„Severin!“
Ein Moment der Stille… und dann ein großes, herzliches Lachen, das alle ansteckt.
Solche Momente voller Lachen, Staunen und echter Begegnung zeigen uns, wie viel Magie in kleinen Geschichten steckt – und wie schön es ist, gemeinsam zu spielen.
